Riesen Osterei (Predigt 3. OSo)

Predigt von Pfarrer Mag. Georg Fröschl, Babycafe-Messe | Evangelium: Lk 24, 35-48

Ich möchte euch ein Erlebnis aus meiner Kindheit erzählen:

Unser Vati hat uns Kindern gerne Rätsel-Aufgaben gestellt; und er hat es auch geliebt, uns herauszufordern – zum Beispiel einmal mit einem Aprilscherz:

Er hat gesagt: Im Wohnzimmer hab ich ein Riesen-Oster-Ei gesehen; da sind wahrscheinlich lauter gute Sachen drin. Wer es von euch Kindern als erster findet, dem gehört es.

Vielleicht ist das jetzt nicht die beste pädagogische Art – aber so war der Vati halt zu uns, wir haben ja gewusst, dass er uns immer viel gegönnt hat und schenken wollte – jedenfalls habe ich diese Begebenheit in positiver Erinnerung, vor allem, weil ich mir so ein großes Ei vorstellen konnte. Ich hab das trotz leiser Zweifel wirklich glauben können, dass es vielleicht doch möglich sein könnte.

Und das ist es, was ich heute sagen will:

Wir dürfen von Gott und dem, was er uns schenkt, wirklich groß denken, auch dass Gott unmöglich Scheinendes bewirken kann. Er will das Beste für uns alle. – Kinder haben eben oft noch diesen Glauben. Denken wir an den Satz Jesu: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…

Ist nicht der Osterglaube auch wie ein Fenster in das unmöglich Scheinende, ein Fenster über unsere Begrenzungen hinaus?

Wenn wir heute im Evangelium vom Auferstandenen hören, dass er mit den Jüngern gegessen hat, dann ist das ein Ausdruck dafür, dass der Auferstandene – das Unmögliche - wirklich ist; die Dimension des Lebens, die über den Tod hinausreicht, ist eine Wirklichkeit, der wir vertrauen dürfen.

Auch wenn der Ostersonntag heuer auf einen 1. April gefallen ist:

Die Auferstehung ist kein Aprilscherz – Christus ist wirklich auferstanden. Halleluja